Lebenslauf
| 1966 | geboren in Kassel |
| 1988–1997 | Studium der Religionswissenschaft auf religionsphilosophischer Grundlage und der Judaistik an der Freien Universität Berlin |
| 1999–2000 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Jüdischen Studien der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (Prof. Michael Brocke) |
| 2001 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte, Duisburg
Aufenthalt in Jerusalem, Übersetzung von Texten der frühen Haskala für die Universität Hamburg (Prof. Ingrid Lohmann) |
| 2002–2006 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (Prof. Daniel Krochmalnik) im Rahmen eines dem Pentateuchkommentar (Biur) Moses Mendelssohns gewidmeten DFG-Projektes |
| 2006–2008 | Fortsetzung der Arbeit an dieser Edition als Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts |
| 2008–2018 | freiberuflicher Übersetzer und Wissenschaftler; Übersetzung von mittelalterlichen, frühneuzeitlichen und modernen hebräischen Texten, darunter Schriften von Naphtali Herz Wessely, Sebastian Münster und Moses Maimonides |
| 2017 | Promotion zum Dr. phil. an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (Prof. Daniel Krochmalnik) mit der Dissertation „Einleitung und Anmerkungen zu Moses Mendelssohns Pentateuchkommentaren in deutscher Übersetzung“ |
| 2018–2022 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Potsdam, Institut für Jüdische Theologie
(Prof. Daniel Krochmalnik), Fertigstellung einer Übersetzung von Moses Maimonides‘ Sefer ha-madda‘ („Buch des Denkens“); Mitarbeit an der Edition der letzten Bände der Gesammelten Schriften Moses Mendelssohns, insbesondere Beschreibung und Analyse einer Mendelssohn zugeschriebenen Abschrift des Kommentars von Israel ben Mose Zamość zum Kusari des Jehuda ha-Levi |
| 2022–2024 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Freien Universität Berlin, Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Übersetzungen aus dem Hebräischen und Kommentare für eine Edition von Schriften des jüdischen Aufklärers und Pädagogen Joel Löwe (hrsg. von Kathrin Wittler und Uta Lohmann) |
| seit März 2026 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Judaistik (Prof. Dr. Ze’ev Strauss) |
Forschungsinteressen
- jüdische Aufklärung des 18. Jahrhunderts
- Moses Mendelssohn
- jüdische Schriftauslegung
Veröffentlichungen
Übersetzungen aus dem Hebräischen und Kommentare:
Moses Mendelssohns Kommentar zu den Moses Maimonides zugeschriebenen Millot ha higgajon („Termini der Logik“) sowie Texte von Salomo Dubno, Naphtali Herz Wessely u. a., Übersetzungen, Kommentare und Einleitungen, in: Moses Mendelssohn, Schriften. Jubiläumsausgabe, Band 20, Teil 1: Hebräische Schriften I. Deutsche Übertragung, bearbeitet von Michael Brocke, Daniel Krochmalnik, Andrea Schatz, Rainer Wenzel, mit Beiträgen von Reuven Michael und Heinrich Simon, 503 Seiten, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog 2004.
Texte von Mordechai Gumpel Schnaber, Naphtali Herz Wessely, Isaak Satanow u. a., in: „Lerne Vernunft!“ Jüdische Erziehungsprogramme zwischen Tradition und Modernisierung. Quellentexte aus der Zeit der Haskala, 1760–1811, hrsg. von Uta Lohmann und Ingrid Lohmann, 582 Seiten, Münster: Waxmann 2005.
Moses Mendelssohn, Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe, Band 9, Teil 3: Schriften zum Judentum III,3: Pentateuchkommentare in deutscher Übersetzung, hrsg. von Daniel Krochmalnik, übersetzt von Rainer Wenzel, 437 Seiten, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog 2009.
Isaak Erter, Seelenwanderung, Kalonymos 12 (2009) 2, S. 6–12.
Naphtali Herz Wessely, Worte des Friedens und der Wahrheit. Dokumente einer Kontroverse über Erziehung in der Spätaufklärung, hrsg. von Ingrid Lohmann, aus dem Hebräischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Rainer Wenzel, 773 und XXIV Seiten, Münster: Waxmann 2014.
Moses Mendelssohn, Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe, Band 9, Teil 4: Schriften zum Judentum III,4: Einleitungen, Anmerkungen und Register zu den Pentateuchkommentaren in deutscher Übersetzung, bearbeitet von Rainer Wenzel, hrsg. von Daniel Krochmalnik, CXII und 576 Seiten, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog 2016.
Sebastian Münster, Der Messias-Dialog, hrsg. von Alfred Bodenheimer, aus dem Hebräischen übersetzt von Rainer Wenzel, mit einer Einleitung von Stephen G. Burnett, 250 Seiten, Basel: Schwabe 2017.
Natasha Gordinsky, „Ein elend-schönes Land“. Gattung und Gedächtnis in Lea Goldbergs hebräischer Literatur, aus dem Hebräischen von Rainer Wenzel, 240 Seiten, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2019.
Joel Bril Löwe in Breslau. Die Schulprogramme und andere Schriften im Kontext (1790–1802) , hrsg. von Uta Lohmann und Kathrin Wittler unter Mitarbeit von Lisa Trzaska und Rainer Wenzel, 859 Seiten, Münster: Waxmann 2025.
Mose ben Maimon, Buch des Denkens (Sefer ha madda‘), aus dem Hebräischen übersetzt von Rainer Wenzel, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog (Druck in Vorbereitung).
Aufsätze und kleinere Beiträge:
Den Samen der Tugend streut aus: Der unverdrossene Pädagoge und Aufklärer Herz Homberg, Kalonymos 2 (1999) 3, S. 4–6.
„… so sollst du einen König über dich setzen“, Kalonymos 3 (2000) Extrablatt (Michael Brocke zum 60. Geburtstag), S. 5–6.
„Wir halten für wahr und gewiß …“ Über schriftliche und mündliche Tora in Herz Hombergs Lehrbuch Imre Schefer, Kalonymos 3 (2000) 2, S. 7–9.
Ein unabgeschlossener Prozess. Hannah Arendts „Eichmann in Jerusalem“ in hebräischer Übersetzung, Kalonymos 3 (2000) 4, S. 11–17.
„Und Geschichte muß doch wohl allein auf Treu’ und Glauben angenommen werden?“ Über die mehrfache Herkunft des Begriffs der „Geschichtswahrheiten“ in Mendelssohns „Jerusalem“, Mendelssohn-Studien 12 (2001), S. 9–34.
Gedichte auf den Monarchen in Ha-Me’assef, in: Neuer Anbruch. Zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur, hrsg. von Michael Brocke, Aubrey Pomerance und Andrea Schatz, Berlin 2001, S. 33–49.
Judentum und „bürgerliche Religion“. Religion, Geschichte, Politik und Pädagogik in Herz Hombergs Lehrbüchern, in: Jüdische Erziehung und aufklärerische Schulreform. Analysen zum späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, hrsg. von Ingrid Lohmann, Uta Lohmann und Britta Behm, Münster 2002, S. 335–357.
Stenograph finsterer Zeiten. Christian Buckard über die gelebte Zeitgenossenschaft des Arthur Koestler; Kalonymos 7 (2004) 3–4, S. 13–16.
Mischna [zu Joh. J. Rabe, Mischnah oder der Text des Talmuds, Ansbach 1760–63], Logik des Maimonides [zu Be’ur millot ha higgajon, Frankfurt a. d. Oder 1761], Emunot we-De‘ot [zu Saadja Gaon, Emunot we de‘ot,, Berlin 1789], in: 25 und ein Buch. Aus der Bibliothek der Hochschule für Jüdische Studien, hrsg. von Monika Preuss und Margaretha Boockmann, Heidelberg 2004, S. 41, 43 und 49.
Neurophysiologie, Theologie und Grammatik der Erinnerung. Ein Absatz aus Mordechai Gumpel Schnabers Ma’amar ha tora we ha chokhma, in: Memoria – Wege jüdischen Erinnerns. Festschrift für Michael Brocke, hrsg. von Birgit E. Klein und Christiane E. Müller Berlin 2005, S. 53–68.
„Was soll ich ihnen sagen?“ Moses Mendelssohn und Salomo Dubno über die Gottesnamen, Kalonymos 9 (2006), 2, S. 1–3; 9 (2006), 3, S. 6–9.
Kusari-Kommentare von Israel b. Mose Zamość in Abschriften, in: Moses Mendelssohn, Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe, Band 21: Nachträge, bearbeitet von Christof Uebbing, mit Beiträgen von Rainer Wenzel, herausgegeben von Daniel Krochmalnik, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog 2022, S. LXVI–LXXXIII, 177–203 und 496–521.
Moses Mendelssohn, Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe, Band 25,1–2: Register und Corrigenda, bearbeitet von Andrea Berger, Raphaela Brüggenthies, Christof Uebbing, Helga Völkening und Rainer Wenzel, herausgegeben von Daniel Krochmalnik, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog 2024.