Institut für Diversitätsforschung
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Das Institut für Diversitätsforschung beschäftigt sich mit Diversifizierungsprozessen und ihren Folgen: Dabei geht es darum, die Forschung über Diversität und Diversifizierungsprozesse theoretisch wie empirisch-praktisch voranzutreiben und so einen Beitrag zu einer Theorie der Diversität zu leisten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Ebene der Organisationen. So soll auch die Georg-August-Universität Göttingen bei der Implementierung eines forschungsorientierten und -basierten Diversity-Management-Konzepts beraten werden.
Seit einiger Zeit werden in den Sozialwissenschaften fundamentale gesellschaftliche Wandlungsprozesse beobachtet: neben einer fortschreitenden Digitalisierung der Informationstechnologien ist u.a. die Rede von der Globalisierung der Wirtschaftsströme, zunehmenden Individualisierungsprozessen wie auch einer Transnationalisierung der Lebenswelten. Diese Prozesse werden zwar unterschiedlich bewertet, weitgehender Konsens besteht aber darüber, dass sie tiefgreifende Diversifizierungsprozesse implizieren, mit deren Folgen moderne, ausdifferenzierte Gesellschaften auf unterschiedlichen Ebenen konfrontiert sind.
„Diversity und Diskriminierungsschutz weiterdenken“: Neues Themenheft der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management erschienen

Andrea D. Bührmann, Elena Futter-Buck, Jördis Grabow und Doreen Müller haben ein Themenheft der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management herausgegeben. Das Heft widmet sich dem Thema der gleichnamigen Netzwerktagung und versammelt Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, die sich u.a. mit Wissensformationen um Diversität und Diskriminierung sowie ihren praktischen Implikationen beschäftigen. Die Ausgabe enthält auch einen Tagungsbericht.
Alle Artikel sind, danke einer Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur teils im Open Access, unter https://budrich-journals.de/index.php/zdfm/issue/view/3526 abrufbar.
IDenti-T: Neues Netzwerk untersucht sich wandelnde Identitäten in Zeiten demokratischer Transformationen
Das Institut für Diversitätsforschung freut sich, den Start des IDenti-T-Netzwerks anzukündigen. Das Netzwerk bringt Forscher*innen von vier renommierten europäischen Universitäten zusammen, um den interdisziplinären Dialog über sich wandelnde Identitäten in Zeiten demokratischer Transformationen zu stärken.
IDenti-T adressiert eine wachsende Kluft zwischen gelebten Erfahrungen von Bürger*innen, die ihre Identifizierungen und Zugehörigkeiten bisweilen als fluide, fragmentiert und umkämpft erleben, und den Strukturen europäischer Demokratien, die von stabilen, homogenen Identitäten ausgehen. Als „ENLIGHT Thematic Network“, das von der Europäischen Union kofinanziert wird, formiert sich IDenti-T um drei Hautpziele: die Entwicklung innovativer Lehrmaterialien, den Aufbau einer interdisziplinären Plattform für Dialog und Co-Kreation sowie die Schaffung einer dauerhaften Community von Forschenden, Lehrenden und Studierenden.
Unter der Leitung von Forschenden der Universitäten des Baskenlandes, Bordeaux, Galway (Koordination) und Göttingen wird das IDenti-T-Netzwerk zu den Flaggschiff-Domänen von ENLIGHT beitragen: Gleichheit, Kultur und Kreativität, Klimawandel und digitale Revolution. Durch die Förderung öffentlicher Teilhabe und die Unterstützung von Studierenden und Wissenschaftler*innen in Qualifikationsphasen trägt das Netzwerk dazu bei, Demokratie auf eine Weise neu zu denken, die diverse Identitäten unterstützt, einschließt und willkommen heißt.
Die Finanzierung des IDenti-T-Netzwerks läuft von November 2025 bis Oktober 2027.
Zum Projekt
Link zu ENLIGHT: https://enlight-eu.org/university-about-us/funded-projects/1601-identi-t