Kriterien für den Diversitätspreis
Folgende Kriterien wird die Auswahlkommission ihrer Bewertung zugrunde legen. Bedenken Sie diese bitte bei der Nominierung/Bewerbung für den Diversitätspreis. Allgemeine Kriterien
- Ausgezeichnet werden können Mitglieder und Angehörige der Universität Göttingen.
- Die Person/Initiative/Gruppe leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Diversitätsstrategie der Universität Göttingen.
- Besonders berücksichtigt werden Aktivitäten und Projekte, deren Übertragung auf andere Funktionsbereiche, Fakultäten oder Einrichtungen potentiell möglich ist.
Ausgezeichnet werden Berater*innen oder Beratungsangebote an der Universität Göttingen, die in besonderer Weise zur Förderung von Diversität und Chancengleichheit beitragen. Das kann sich beispielsweise anhand folgender Merkmale zeigen:
- Diversitätsreflexivität und Diskriminierungssensibilität: Die Beratung zeigt ein hohes Maß an Sensibilität und Reflexion hinsichtlich der Bedürfnisse und Erfahrungen von Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und Lebenssituationen, wie z.B. Migrationsgeschichte, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder sozialer Herkunft, und Diskriminierungserfahrungen. Berater*innen begegnen Ratsuchenden mit einer Haltung der Akzeptanz und Wertschätzung.
- Zielgruppenorientierung: Die Beratung richtet sich ausdrücklich (auch) an Menschen, die aufgrund ihrer sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Situation benachteiligt bzw. in mehrfacher Hinsicht (intersektional) von Diskriminierung und Ausschluss betroffen sind (z.B. feministische, queere und rassismuskritische Beratungsansätze, Empowerment-Angebote, Peer-Beratung).
- Mehrsprachigkeit und sprachliche Sensibilität: Die Beratung wird in mehreren Sprachen bzw. in einer anderen Sprache als Deutsch angeboten. Sie orientiert sich an den Sprachen und Ausdrucksformen der Ratsuchenden.
- Zugänglichkeit und Erreichbarkeit: Die Beratung ist leicht erreichbar und zugänglich, auch für mobilitätseingeschränkte Personen und Angehörige benachteiligter Gruppen. Sie bietet niedrigschwellige, flexible und offene Settings, die unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen entgegenkommen, wie z.B. Online-Beratung, Gruppenberatung oder individuelle Beratung. Sie ermöglicht zeitliche und räumliche Diversitäten.
Ausgezeichnet werden Personen, die an der Universität Göttingen Führungsaufgaben wahrnehmen, sei es im wissenschaftlichen oder wissenschaftsunterstützenden Bereich, und die sich im Rahmen ihrer Führungsaufgaben besonders für Diversität einsetzen. Dies kann sich z.B. auf Führungsstil, Kommunikation im Team, Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen und aktiven Diskriminierungsschutz beziehen und kann sich beispielsweise anhand folgender Merkmale zeigen:
- Anwendung der Leitlinien für eine vereinbarkeitsorientierte Führungskultur
- Diversitätsreflektierende Maßnahmen, die nach innen transparent und/oder nach außen sichtbar sind; z.B. Entwicklung/Veröffentlichung eines Code of Conduct; Team-Diversitätstrainings; Diversitätskonzepte für den Arbeitsbereich oder bestimmte Tätigkeitsfelder;
- Förderung und explizite Gestaltung der Diversität im Team, diversitätsreflektierende Rekrutierung;
- Individuelle Förderung der Beschäftigten, insbesondere Unterstützung von Karrierewegen von Personen, die in ihrer Disziplin/ihrem Bereich unterrepräsentierten Gruppen angehören und/oder aufgrund ihrer Erfahrungshintergründe und Lebenssituation Benachteiligung erfahren (haben);
- Eine den Dienstaufgaben angemessene flexible Arbeitsorganisation.
In dieser Kategorie können Personen und Aktivitäten ausgezeichnet werden, die sich dezidiert für eine diversitätsbewusste Organisationskultur und ein diskriminierungskritisches, weltoffenes Campusleben einsetzen und/oder die Pluralität und Demokratie befördern. Beispiele sind:
- Aufbau von Strukturen, Kooperationen, Initiativen durch Mitglieder und/oder Angehörige der Universität, die z.B. Teilhabe, Mitbestimmung und Wissenstransfer fördern
- Statusgruppen- und fachübergreifende Initiativen
- Kampagnen, Veranstaltungsreihen und Austauschformate sowie Selbsthilfegruppen
- Einsatz gegen Diskriminierung und für einen wertschätzenden Umgang miteinander
Neben Einzelpersonen und Projekten können ausdrücklich auch studentische Initiativen nominiert werden.